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In diesem Artikel erfährst du was negative Glaubenssätze sind, wie du sie erkennst und wie du sie auflösen oder verändern kannst. Warum es wichtig ist, sich mit den eigenen negativen Glaubenssätzen auseinander zu setzen, ist ganz einfach erklärt: Mit negativen Glaubenssätzen lebst du dein Leben bis zu einem gewissen Limit. Ohne negative Glaubenssätze kannst du hingegen alles erreichen.

Was ist überhaupt ein Glaubenssatz?

Ein Glaubenssatz ist eine Überzeugung über uns selbst, andere oder das Leben. Wenn wir z. B. den Glaubenssatz haben, “ich habe immer Pech”, dann fokussiert sich unser Bewusstsein automatisch auf das Pech in unserem Leben, sodass wir uns immer wieder darin bestätigt fühlen. Dadurch dass wir diesen Glaubenssatz als wahr erachten, sorgen wir unbewusst dafür, dass wir Pech sogar anziehen. Das ist dann wie die vorerfüllte Prophezeiung. Schließlich ist das unsere Wahrheit und wir ziehen Glück nicht in Betracht. Wenn wir dann doch mal Glück haben, neigen wir dazu, dies als selbstverständlich anzusehen, es klein zu reden oder es erst überhaupt nicht zu bemerken. Also im Großen und Ganzen schadet uns ein negativer Glaubenssatz erheblich.

Das Schlimmste an ihm ist wohlmöglich, dass er unsere Welt, unsere Möglichkeiten und unseren eigenen Einfluss klein hält und wir unser Leben damit nur unnötig limitieren. Solche Glaubenssätze sind oft der Grund, warum wir unsere Ziele nicht erreichen oder unsere Wünsche, auf die wir hart hinarbeiten, nicht in Erfüllung gehen.

Es fühlt sich an, als würden wir vor einer großen und unüberwindbaren Wand stehen. In solchen Momenten ist die Gefahr, dass wir weitere negative Glaubenssätze entwickeln. Jetzt z. B. “ich bekomme das nie hin”. Wir sind voller Frust. Der ein oder andere gibt dann auf und bleibt in dem Beruf, den er gar nicht mag. Ein anderer bleibt Single oder gibt sich mit einer schlechten Wahl zufrieden, weil er es nicht für möglich hält, einen passenden Partner finden zu können. Ein wieder anderer landet im Schuldenchaos u. s. w..

In der Regel können wir unsere Glaubenssätze gar nicht ad hoc aufzählen, weil sie uns in ihrer Vollständigkeit gar nicht bewusst sind. Es gibt aber verschiedene Methoden, wie uns das gelingt, auf die ich nun zu sprechen komme.

Wie kommen wir unseren negativen Glaubenssätzen auf die Spur?

So manche Sprichwörter tarnen sich als Weisheiten, doch sind sie am Ende auch nur Glaubenssätze.

Unsere Glaubenssätze begegnen uns jeden Tag. Wir müssen uns nur einmal selbst zuhören (was wir aussprechen und denken) und uns bewusst werden, dass so einige Sätze limitierende Glaubenssätze sind. Glaubenssätze verstecken sich z. B. in Verallgemeinerungen, in Sprichwörtern oder Weisheiten. Erinnere dich an deine. Welche Verallgemeinerungen, Sprichwörter und Weisheiten benutzt du und welche hast du von deiner Familie gelernt?

Hier 3 Beispiele:

1. Die Richtige/ der Richtige für mich muss erst noch gebacken werden.
2. Was Hänschen nicht lernt, lernt Hans nimmermehr.
3. Geld verdirbt den Charakter.

Schau dir diese 3 Beispiele an. Stelle dir vor, sie wären deine “Wahrheit”. Unbewusst würdest du automatisch nach ihnen leben. Kannst du sehen wie einschränkend diese Sprichwörter sind? Du dürfest nie genug Geld haben, weil du schließlich nicht deinen Charakter verderben wolltest.

Du dürfest nichts Neues lernen. Keine neuen Hobbies, die Spaß machen würden, dürftest du ausprobieren oder im Job ein neues Programm bedienen lernen. Wenn du dann doch im Job ein neues Programm erlernen müsstest, würde es sich für dich qualvoll anfühlen. Denn du bist gezwungen dich in deinem Glaubenssatz selbst zu bestätigen. Du wärst so blockiert, dass die neuen Inhalte nur schwer in deinen Kopf bleiben wollten. Ohne diesen Glaubenssatz hättest du wahrscheinlich die neuen Themen sofort im Kopf.

Das erste Sprichwort ist sogar ganz besonders mies. Der Richtige/die Richtige – das suggeriert, dass es nur diese/n eine/n Partner/in gibt. Was ja schon mal Stress verursacht. Wie soll man bitte diese/n Einen/ Eine auf der Welt finden? Und wenn er/sie erst noch gebacken werden muss, woher weiß ich, dass er/sie jetzt gebacken ist? Dieses Sprichwort suggeriert, dass es niemals der Fall sein wird. So sind wir “verdammt” im ewigen Single-da-sein zu leben oder denken im schlimmsten Falle noch über eine Übergangslösung nach. Du siehst, so einige Sprichwörter sollten wir dringend überdenken.

Der 2. Ansatz den negativen Glaubenssätzen auf die Spur zu kommen

Achte auf deine Gedanken, denn sie werden Worte, achte auf deine Worte, denn sie werden Handlungen, achte auf deine Handlungen, den sie werden Gewohnheiten, achte auf deine Gewohnheiten, denn sie werden dein Charakter, achte auf deinen Charakter, denn er wird dein Schicksal.

Talmud

Ich empfehle jedem, der sich mit dieser Übung beschäftigt, sich die Sätze aufzuschreiben. Die Gedanken zu diesem Thema sollen nicht umsonst gewesen sein.

Drei einfache Fragen darfst du dir selbst beantworten:

1. Was denke ich über mich?
Du kannst nun brainstormen oder dir die kleine folgende Auswahl anschauen und prüfen, ob der ein oder andere Glaubenssatz auch deiner ist. Negative Glaubenssätze über sich selbst, sind meist abwertend, klein machend und haben wenig mit Selbstliebe/ -achtung zu tun.

  • Ich bin nicht genug
  • Ich bin nicht normal
  • Ich darf niemanden trauen
  • Ich bin dumm
  • Ich bin hässlich
  • Ich bin beziehungsunfähig
  • Nur wenn ich was erreicht habe, bin ich wer
  • Ich darf nicht auffallen
  • Ich darf nicht nein sagen
  • Ich habe immer nur Pech
  • Ich habe zwei linke Hände
  • Ich muss durchhalten
  • Ich muss ordentlich sein
  • Ich muss perfekt sein
  • Ich muss mich nützlich machen
  • Ich muss funktionieren
  • Ich darf keine Fehler machen
  • Ich darf meine Familie nicht enttäuschen
  • Ich kann nicht alleine sein
  • Ich bin zu dünn
  • Ich bin zu dick
  • Ich bin zu groß
  • Ich bin zu klein
  • Ich muss es allen recht machen
  • Eine Frau muss kochen können
  • Ein Mann muss die Familie versorgen

2. Was denke ich über andere?
Einige negative Glaubenssätze beziehen sich auf das andere Geschlecht und werten es ab. Wenn wir das andere Geschlecht (vermehrt) abwerten, ist die Folge, dass unsere Paarbeziehungen ein respektloses Fundament haben. Der US Forscher John Gottman und sein Team haben in einer langjährigen Studie festgestellt, dass die meisten Beziehungen wegen Missachtung scheitern. Es gibt Menschen für die es normal ist abwertend über das andere Geschlecht zu sprechen. Über die Folgen sind sich die Wenigsten bewusst. Häufig werden solche Glaubenssätze auch von der Familie unreflektiert einfach übernommen. Hier ein paar Beispiele:

  • Frauen können nicht einparken
  • Frauen sind…
  • Männer sind…
  • Die da oben sind…
  • Politiker oder andere Berufsgruppen sind…
  • Ausländer sind…

3. Was denke ich über die Welt bzw. das Leben?

Hier ein paar Beispiele:

  • Beziehungen sind kompliziert
  • Das Leben ist schwer
  • Die Welt ist ungerecht
  • Füher war alles besser

Ein vorerst letztes Impuls, wie du deinen Glaubenssätzen auf die Spur kommst

Solange du dir das Unbewusste nicht bewusst machst, wird es dein Leben bestimmen und du wirst es Schicksal nennen.

Carl Gustav Jung

Nun erfährst du den vorerst letzten Ansatz von mir, um sich über die eigenen Glaubenssätze bewusst werden zu können. Ungeachtet dessen, gibt es natürlich noch weitere Ansätze.

Wenn es einen Bereich in unserem Leben gibt, welcher weniger unseren idealen Wunschvorstellungen entspricht, kann es Sinn machen, dort nochmals genauer hinzuschauen. Es gibt nämlich Gründe dafür und manchmal finden wir diese in unseren negativen Glaubenssätzen. Gerade wenn sich bestimmte Situationen ständig wiederholen, sollte dieser Kreislauf durchbrochen werden.

Ich habe bei diesem Thema tolle Erfahrungen im Entspannungszustand gemacht, in den wir gehen und beginnen unseren eigenen Körper zu spüren. Für ungeübte Menschen wirkt eine Anleitung durch eine andere Person, die weiß, worauf es ankommt, sehr unterstützend und zielführend. Im Entspannungszustand können unterschiedliche Fragen zum hinkenden Lebensbereich gestellt werden. Wichtig ist, die eigenen Gefühle zu spüren, da sie direkt aus dem Unterbewusstsein kommen und ein ganz klares Feedback zum Thema geben. Eine wichtige Frage ist beispielsweise: Was würde passieren, wenn dein Wunsch in Erfüllung gehen würde? Wenn ein oder mehrere Glaubenssätze die Wunscherfüllung verhindert, zeigen sich diese nun. Dann geht es darum, all die Glaubenssätze aufzuschreiben, weil sie uns im Alltag nicht bewusst sind. Wir vergessen sie recht schnell und trotzdem wirken sie weiter auf unser Leben ein.

Wenn uns die Glaubenssätzen bewusst sind, kann es nochmals hilfreich sein, zu überlegen, woher die Glaubenssätzen kommen. Haben wir sie in der Kindheit selbst entwickelt, von jemanden übernommen oder ganz wo anders her? Die Erkenntnisse können in der Auflösung der Glaubenssätze hilfreich sein.

Wichtig: Menschen mit psychischen Erkrankungen sollten erst mit ihrem Arzt besprechen, ob für sie gesundheitlich Risiken bestehen, wenn sie meditiere würden.

Negative Glaubenssätze loslassen

Die bekannteste Methode mit dem Titel “The Work” ist von Katie Byron. In ihrem Buch “Lieben was ist” beschreibt sie im Detail alle wichtigen Schritte, um die eigenen Glaubenssätze auflösen zu können. Ein kostenloser Teil der englischen Version ihres Buches findet ihr auf dem Instaaccount “byron.katie”. Im Kern dürfen wir uns 4 Fragen stellen, um unsere Glaubenssätze zu bearbeiten.

1. Frage: Ist der Glaubenssatz wahr?

In der Regel antworten wir hier mit ja, wenn nicht können wir mit der 3. Frage weitermachen.

2. Frage: Kannst du wirklich wissen, dass es wahr ist?

Damit ist gemeint, dass du deinen Glaubenssatz und letztendlich Verallgemeinerung überprüfen sollst. Gab es mal bei dir oder anderen Momente, in denen das nicht so war? Gibt es Menschen, bei denen dieser Glaubenssatz vielleicht nicht zutrifft und die das auch anders sehen?

3. Frage: Wie reagierst du bzw. was passiert mit dir, wenn du diesen Glaubenssatz glaubst?

Hier könnte sich ein Schmerz zeigen. Manche Menschen wollen ihn aber nicht spüren und halten deshalb am Glaubenssatz fest. Warum, erkläre ich die Tage in einem gesonderten Post. Wichtig ist, den Schmerz zu benennen und durch ihn hindurch zu gehen. Er wird dann auch weniger.

4. Frage: Wer wärst du ohne diesen Glaubenssatz?

An dieser Stelle sollte auch wieder das Herz anstelle des Verstandes antworteten.

Wenn diese Methode nicht funktioniert. Kannst du den Glaubenssatz auch in der Meditation/ Trance auflösen. Hierzu musst du nur dein Unterbewusstsein darum bitten.

Solltest du alleine nicht erfolgreich sein, gibt es höchstwahrscheinlich noch etwas zu tun, bevor du diesen Glaubenssatz loslassen kannst. Sicherlich ist dir durch meinen Artikel bewusst geworden, dass deine Glaubenssätze dich in deinem Leben einschränken und du ein besseres Leben hast, wenn du sie loslässt. Somit empfehle ich dir einen professionellen Coach anzusprechen und mit ihm zusammen die Glaubenssätze zu bearbeiten. Gerne helfe ich dir auch weiter.

Mit neuen und positiven Glaubenssätzen durchstarten

Wenn wir unsere negativen Glaubenssätze losgelassen haben, sollten wir dringend neue positive und stärkende Glaubenssätze formulieren.

Dieser Teil des Artikel ist für dich interessant, wenn du deine Glaubenssätze bearbeitet hast und diese Arbeit mehr festigen möchtest. Er ist sogar hilfreich, wenn du deinen Glaubenssatz auch nur teilweise entkräften konntest oder du einen weniger starken Glaubenssatz hast. Du kannst dich nämlich zu einen positiven Glaubenssatz hinarbeiten.

Die Grundregel ist: Ein positiver Glaubenssatz wirkt nur, wenn du ihn auch glaubst. Schließlich hattest du deinen negativen Glaubenssatz auch geglaubt, sonst hätte er sich nicht in dir festgesetzt und im Stillen auf dich eingewirkt.

Ein beispielhafter negativer Glaubenssatz könnte lauten: “Ich schaff das nicht”. Du könntest den Satz in das Gegenteil umschreiben, sodass er ein positiver Glaubenssatz ist, z. B. “Ich schaff das”. Wichtig ist, dass der Satz positiv und ohne Verneinungen formuliert ist. Tabu sind Wörter, wie: nicht und keine. Überprüfe den neuen Glaubenssatz, ob du ihn glauben kannst. Wenn das nicht so ist, schreibe den Satz so weit um, bis du ihn als wahr empfindest. Zum Beispiel: “Ich habe bisher alles geschafft, was ich auch schaffen wollte.” Hier liegt z. B. die Betonung auf “wollte”.

Ein anderer negativer Satz könnte lauten: “Ich muss es alleine schaffen”. Vielleicht kannst du den positiven Satz, “Ich darf andere um Hilfe bitten”, nicht glauben. Dann kann es hilfreich sein herauszufinden, warum du den negativen Glaubenssatz denkst. Was steckt dahinter? Geht es darum, dass du andere nicht belasten willst oder denkst du, dass dir niemand helfen möchte? Dann könnte ein neuer guter Glaubenssatz lauten: “Andere freuen sich, wenn sie mich unterstützen können”. Schau, welcher Satz für dich passt.

Du hättest dann die Möglichkeit andere Menschen, um Hilfe zu bitten und ihre Reaktion zu beobachten. So könntest du sehen, dass dieser Glaubenssatz stimmt. Wenn sie deiner Meinung nach negativ darauf reagieren, könntest du sie darauf ansprechen. Sicherlich hat der Grund nichts mit dir zu tun und wenn doch, ist die Information, die du durch das Nachfragen erhältst, wichtig für dich.

Beginnen solltest du grundsätzlich bewusst mit Menschen, die dir wohlgesonnen sind. Du musst dir jetzt nicht gleich die grimmigste Person dafür aussuchen. Die grimmigen Personen sind dann für Fortgeschritte gut geeignet 😉. Worauf ich hinaus will ist, dass du mit deinem neuen Glaubenssatz bewusst auf Beweissuche gehen darfst. Die Erfahrungen, die du dann sammelst, werden dir helfen, deinen neuen GLaubenssatz tief in die zu festigen, sodass er dir in Fleisch und Blut übergeht.

Fazit

Es freut mich, wenn du mit meinen Tipps deine Glaubenssätze loslassen kannst. Dann hat mein Artikel seinen Zweck erfüllt. Manche Glaubenssätze sind aber sehr hartnäckig und um diese aufzulösen brauchen wir manchmal Unterstützung. Natürlich kannst du es weiterhin alleine versuchen, aber sicherlich wirst du schneller zum Ziel kommen, wenn du dir Unterstützung von jemanden holst, der weiß, was er macht. In diesem Fall kannst du mich gerne ansprechen. Ich helfe dir gerne in einer Coaching-Sitzung weiter.

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