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2019 – Mein Learning und ein Dank für all den Support –

2019 war für mich ein herausforderndes Jahr und es zeichnete sich bereits in den ersten Tagen 2019 ab, dass es an Anspruch in diesem Jahr nicht fehlen wird. Ich war gerade dabei zwei Ausbildungen zu beenden und hatte mir einen Anwalt wegen meiner Wohnungsthematik genommen. Dass aber meine Wohnung in diesem Jahr wegen Baufehlern noch unbewohnbar werden würde, hätte ich Anfang des Jahres nicht gedacht.

Als die Wohnung bereits unbewohnbar war, wurde mir klar, dass der größte Teil meiner Möbel und deren Inhalt wahrscheinlich verloren sind. Diese Erkenntnis war echt hart. So viele Erinnerungen einfach zerstört und dann noch die Ungewissheit darüber, ob mir der Schaden überhaupt ersetzt werden würde. Über vier Monate war ich heimatlos.

Doch es sind mehrere unglaubliche Zufälle und unfassbare Wunder passiert!

Wenn ich gar nicht mehr wusste, wie es weiter gehen soll, haben sich unglaubliche Zufälle ergeben. Es kamen immer genau die Menschen in mein Leben, die ich mit ihren Impulsen gebraucht hatte. Ich bin unendlich dankbar für all den Support, den ich von so vielen Menschen bekommen hatte. Es sind sogar neue Freundschaften entstanden oder bestehende haben sich vertieft. Ich bin auch den Bauleitern dankbar, dass sie ihr Möglichstes getan haben, um meine Möbel und Co. zu retten und ich bin meinem Anwalt dankbar, dass er die Bauleiter dazu gebracht hatte und noch vieles mehr.

Ich habe so viel gelernt.

Die Situation brachte mich an meine Grenzen. Diese Herausforderungen konnte ich nur bestehen, in dem ich über mich hinauswachse. Ich habe entschieden nicht mehr Opfer meiner Situation zu sein, sondern Gestalterin. An der Gegenwart konnte ich nichts ändern, aber an der Zukunft. Also nahm ich die Situation so an, wie sie war und gestaltete die Zukunft meinen Wünschen entsprechend. Während meine Wohnung unbewohnbar war, nahm ich mir eine berufliche Auszeit, um mir über meine Zukunft Gedanken zu machen. Ich ging wandern, schrieb einen Businessplan, eignete mir Kenntnisse in WordPress an, ging mit meiner Internetseite online, meldete meine Selbstständigkeit an und suchte mir eine neue Wohnung.

Ich habe auch gelernt, dass es ein Zeichen der Stärke ist, um Hilfe zu bitten. Ich habe erfahren, dass so viele Menschen gerne helfen. Auch Menschen mit denen man nicht gerechnet hatte. Ich danke allen so sehr dafür. Ich habe gelernt, dass die Dinge leichter werden, wenn ich u.a. meine innere Haltung dazu verändere.

Eine Herausforderung ist dafür da neue Kompetenzen zu lernen. Das ist ihr einziger Sinn.

Denn wenn ich diese Kompetenzen schon hätte, wäre die Situation keine Herausforderung mehr. Mit dieser Sicht wurde mir schnell klar, welche Kompetenz mir fehlte. Ich musste lernen für mein Recht einzustehen und das auch selbstbewusst kommunizieren. Ich musste auch erst einmal lernen, wie ich in einer solchen Situation kommunizieren muss. Anfangs war ich kooperativ. Das führte natürlich nicht zum Ziel. Dann verlor ich nach einigen Monaten die Nerven und droht mit der „Vernichtung des Ladens“. Ich denke, mir wurde geglaubt, denn ich war sehr authentisch und das brachte die Dinge ins Laufen. Nun waren die zwei Extreme entweder nicht zielführend oder kollidierten mit meinen Werten.

In diesem Zusammenhang lernte ich auch, wie wichtig es ist, sich selbst zu verzeihen und es mir niemand übel nimmt, wenn mir zu Recht der Kragen geplatzt ist. Für die Intensität der Aussage hatte ich mich dann auch eine Woche später beim Adressat entschuldigt.

Ich war gerade dabei eine neue Kompetenz zu lernen und so schlug das Pendel vom einen Extrem zum anderen. Doch ich pendelte mich ein und fand mich in einer konstruktiven Mitte wieder, die die Dinge bestmöglich voran brachten. Aktuell sind die Verhandlungen noch nicht abgeschlossen, aber ich bin mir sicher, dass es eine Lösung geben wird, die für alle Parteien tragbar sein werden.

Zum Schluss danke ich noch meinem Heilpraktiker Baldur Hoffmann, der gerade dann da war, wenn es am schwersten war und mir kein Arzt mehr helfen konnte.

Dieses Jahr ist nun zu Ende. Ich bin froh, dass ich all das erleben durfte. Ich bin froh, dass ich an meine Grenzen geführt wurde, sonst hätte ich mich nie verändert. Was ich nun dadurch gelernt habe, nimmt mir niemand mehr weg. Das war ein Invest in mein Leben, welches ich ein Leben lang behalten darf. Es war quasi ein kostenloses Seminar.

Ich lasse dieses Jahr trotzdem gerne hinter mir, aber in Dankbarkeit und in Demut.

Auf ein leichtes, klares Leben im neuen Jahr 2020.

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