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Ich habe eine mehrjährige Ausbildung zur Beraterin der Transaktionsanalyse gemacht und bemerkt, dass diese zwar in den Personalabteilungen bekannt ist, aber weniger in der breiten Bevölkerung. Einige haben mich gefragt, was die Transaktionsanalyse ist und mit diesem Artikel stelle ich sie euch vor.

Was ist Transaktionsanalyse (TA)?

Die Transaktionsanalyse wird mit “TA” abgekürzt. Sie ist eine Sammlung von Konzepten, die es ermöglicht Menschen in ihrer Persönlichkeitsstruktur, in ihrem Verhalten und in ihrer Kommunikation besser zu verstehen. Gleichzeitig bietet die TA eine Reihe von Methoden, die Wahrnehmung des Menschen zu reflektieren und wenn gewünscht zu ändern.

Woher kommt die Transaktionsanalyse (TA)?

Die Transaktionsanalyse wurde Mitte des 20. Jahrhunderts vom amerikanischen Psychiater Eric Berne entwickelt. Seit dem arbeiten weitere Wissenschaftler ständig an der Weiterentwicklung der TA. Die Transaktionsanalyse basiert auf Theorien und Annahmen aus der Verhaltenstherapie, Tiefenpsychologie und Humanistischen Psychologie.

Was bedeutet das Wort Transaktionsanalyse (TA)?

Eine Transaktion entsteht während eines Gespräches zwischen zwei Menschen. So sendet ein Gesprächspartner eine Information an sein Gegenüber und dieser sendet eine Information zurück. Diese gesendeten Informationen, ob verbal oder nonverbal, sind Transaktionen. Eine Transaktion kann analysiert werden und gibt Rückschlüsse auf die Persönlichkeit oder auf die Beziehungsdynamik der beiden Gesprächspartner.

Was ist das Ziel der Transaktionsanalyse (TA)?

Ziel der Transaktionsanalyse ist die Autonomie des Menschen. Das bedeutet, dass der Menschen Bewusstheit über sich selbst erlangt und aus diesem freien Bewusstsein heraus entscheidet, wie er sich verhalten möchte. Das mag auf den ersten Blick selbstverständlich erscheinen. Tatsächlich läuft die Kommunikation der meisten Menschen unbewusst und automatisch ab. Wenn die Wahrnehmung eines oder beider Gesprächspartner durch Muster getrübt ist, kann eine Kommunikation zwischen diesen beiden zur Unzufriedenheit beider verlaufen. So können beispielsweise Muster oder Glaubenssätze dazu führen, dass sich eine Frau oder ein Mann immer wieder den falschen Dating-Partner aussucht und infolgedessen Single bleibt.

Was ist die Grundhaltung der TA?

  • Die Grundhaltung der TA ist, dass alle Menschen ausnahmslos von Geburt an ok sind. Das bedeutet, dass der Mensch nichts tun, haben oder sein muss, um ok zu sein.
  • Die TA fördert zudem die direkte, respektvolle und offene Kommunikation.
  • Gleichzeitig geht sie davon aus, dass jeder Mensch die Fähigkeit hat selbstbestimmt zu Denken. Unselbstständige Gedanken sind aus der Kindheit übernommenen Gedanken, wie z. B. „Das Leben ist kein Ponyhof“. Selbstbestimmtes Denken nimmt diesen Gedanken auf und überprüft ihn darauf, ob er wirklich wahr ist. So könnte im Laufe des Reflexionsprozesses die Zwischenerkenntnis kommen, dass dieser Glaubenssatz ein wenig einseitig versucht das Leben zu beschreiben. Denn im Leben gibt es natürlich schlechte, aber auch gute Zeiten.

Das Menschenbild der Transaktionsanalyse

Wenn auf die Persönlichkeit oder soziale Interaktion eines Menschen geschaut wird, ist die Grundannahme der TA, dass

  • jeder Mensch die Fähigkeit hat, zu denken und Probleme zu lösen,
  • jeder Mensch in all seinen Schattierungen und in seiner Ganzheit in Ordnung ist,
  • jeder Mensch in der Lage ist, die Verantwortung für sein Leben und dessen Gestaltung zu übernehmen. Er verfügt dazu über die Fähigkeit der bewussten Wahrnehmung und Steuerung seiner mentalen, emotionalen und sensorischen Vorgänge und der sich daraus ergebenden Handlungen bzw. sozialen Interaktionen.
  • jeder Mensch fähig ist, sein Leben zuträglich und konstruktiv zu gestalten.

Was ist ein transaktionsanalytischer (TA) Berater?

Die Modelle der TA sind zwar leicht verständlich, aber diese in der Tiefe zu begreifen dauert einige Jahre. Deshalb erhält der TA Berater von der DGTA (Deutsche Gesellschaft der Transaktionsanalyse) frühestens nach 3 Jahren nach erbrachter Abschlussleistung diesen Titel. Um diesen Titel zu erhalten muss der angehende TA-Berater u. a. eine ganze Reihe an Lernnachweisen vorlegen. Dazu gehören zum Beispiel Praxisstunden mit Klienten, Selbsterfahrungsstunden bei anerkannten Experten, Treffen mit der Intervisionsgruppe, Supervision, schriftliche Berichte und Reflexionsnachweise, verschriftlichte Falldokumentation, regelmäßige Wochenendseminare und so weiter.

Wie kann die Transaktionsanalyse und ich, als TA Beraterin, Menschen helfen?

Mit der Transaktionsanalyse können Lebenskrisen aufgelöst werden. Glaubenssätze oder ganze Lebensmuster (Skripte) können dazu führen, dass sich das Leben eines Menschen nicht in die Richtung entwickelt, die sich der Mensch wünscht. Gerade wenn Wiederholungen mit negativem Ausgang das Leben prägen, lohnt sich ein genauer Blick auf diese Situationen. Denn hier liegt sicherlich eine Blockade, die es nicht ermöglicht das Leben nach den eigenen Wünschen zu gestalten. Darüber hinaus lassen sich Konflikte sehr gut mit der TA anschauen. Letztendlich lassen sich alle Themen mit Hilfe der TA anschauen, wo es um Menschen geht.

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